Hund - TAMG Bald verboten private Arznei zu geben ohne Tierarzt?

Anwendung von Homöopathie bei Tieren bald verboten? Wir fordern: TAMG soll umformuliert werden!

Wussten Sie schon? Am 28. Januar 2022 soll das neue Tierarzneimittelgesetz (TAMG) in Kraft treten.
Wussten Sie, welche Änderungen damit nicht nur auf TierheilpraktikerInnen, sondern
auch auf jeden privaten Tierbesitzer zukommen? Es droht ein Anwendungsverbot von
rezeptfrei erhältlichen Humanarzneimitteln, sofern diese nicht von einem Tierarzt
verschrieben wurden!

Anwendung von Homöopathie bei Tieren
Die Anwendung homöopathischer Arzneimittel bei Tieren hat in den vergangenen
Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung gewonnen. Es gibt viele bewährte Indikationen
für eine sanfte und gut verträglichen Therapie bei Alltagserkrankungen, aber auch bei
chronischen Erkrankungen ist die Homöopathie für Tiere inzwischen nicht nur eine
Alternative. Bisher konnte immer auf homöopathische Humanarzneimittel zurück-
gegriffen werden, wenn kein passendes Veterinär-Präparat zur Verfügung stand.
Zukünftig soll es aber dem Tierhalter verboten sein, seinem Hund gegen einen
verdorbenen Magen nicht für Tiere zugelassene Nux vomica Globuli zu geben.
Ebenso darf eine Tierheilpraktikerin einer alten nierenkranken Katze dann kein
homöopathisches Goldrutenpräparat mehr spritzen, falls es kein
entsprechendes Arzneimittel mit einer „ad us. vet.“ Registrierung oder
Zulassung gibt.

Weitreichende Konsequenzen aus dem neuen TAMG
Die Behandlung von Tieren mit bewährten und sicheren apothekenpflichtigen
Humanarzneimitteln wird zukünftig von einer Behandlungsanweisung durch
einen Tierarzt abhängig gemacht. Da analog zur Humanmedizin viele Tierärzte
nicht mit homöopathischen Arzneimitteln arbeiten oder diese sogar ablehnen,
werden Tierhalter in ihrer freien Therapiewahl entmündigt. Laut der Kooperation
deutscher Tierheilpraktiker-Verbände (kthp) verfügen nur 70 Tierärzte in
Deutschland über eine homöopathische Zusatzausbildung. Selbst in der
Apotheke, in der umfassend zu allen Arten von Arzneimitteln beraten wird,
dürfen ab dem Stichtag keine Homöopathika mehr abgegeben werden,
wenn sie zur Anwendung am Tier bestimmt sind. Klassische Tierhomöopathen
werden nicht nur massiv in ihrer Arbeit eingeschränkt, es kommt vielmehr
einem Berufsverbot gleich und kann sich dadurch existenzbedrohend auswirken.

Forderungen an die neue Bundesregierung vor Inkrafttreten des Gesetzes
 Umformulierung des TAMG, um die bisherigen Möglichkeiten für TierhalterInnen
und TiertherapeutInnen zu erhalten, Tiere mit homöopathischen Mitteln behandeln
zu können.
 Prüfung weiterer Ausnahmen, um bewährte und gut verträgliche Arzneien auch
zukünftig für TierhalterInnen und TierheilpraktikerInnen unkompliziert zugänglich
zu machen.

 

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